Direkt zum Hauptbereich

Marchfeldschlösser

Marchfeldschlösser
Im Marchfeld, der Kornkammer Österreichs, liegen einige Bau-Juwele: Die Marchfeldschlösser Hof, Niederweiden, Orth, Marchegg, Eckartsau, und Obersiebenbrunn.
Diese Schlösser dienten dem Adel in erster Linie als Jagt- und Sommerquartiere.
Wir besuchen heute vier dieser Schlösser:
1. Das reizende Jagdschloss Niederweiden, welches für Ernst Rüdiger von Starhemberg von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet wurde. Später kam das Schloss in den Besitz von Prinz Eugen und dann in den Besitz von Maria Theresia, welche das Schloss durch den Hofarchitekten Nikolaus Pacassi in die heute Form bringen ließ. Besonders bemerkenswert ist die gut erhaltene barocke Wildküche aus der Zeit von Prinz Eugen.
2. Das Schloss Obersiebenbrunn, ebenfalls ein Jagdschloss Prinz Eugens, befindet sich heute im Besitz der koptischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Im Park befindet sich ein sehenswerter barocker Pavillon von Johann Lucas von Hildebrandt. Die Fresken im Inneren werden derzeit renoviert.
3. Das Schloss Marchegg wurde im Auftrag des ungarischen Palatins Nikolaus Pálffy barockisiert und befindet sich heute im Besitz der Stadtgemeinde Marchegg. In ihm ist ein Museum untergebracht.
4. Die eindruckvollste Schlossanlage ist zweifellos Schloss Hof. Unter Prinz Eugen wurde Schloss Hof von Johann Lucas von Hildebrandt zu einem barocken Jagdschloss umgebaut und bekam damit seine heutige Form. Die Restaurierungsarbeiten werden voraussichtlich 2017 mit der Wiederherstellung der barocken Gartenanlage auf der untersten Terrasse und der Rekonstruktion der Großen Kaskade (mit den wieder aufgefundenen Reliefplatten) abgeschlossen sein.
Ehe wir unsere Schlösser-Tour beginnen besuchen wir aber noch die romanisch - gotische Pfarrkirche in Bad Deutsch-Altenburg.






Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Haidmühle - Böhmisch Röhren - Tusset - Rosenberger Gut

Haidmühle - Böhmisch Röhren - Tusset - Rosenberger Gut Unser Motto ist: Kultur und Natur. Unsere Dienstag-Wanderung begannen wir im bayrischen Haidmühle an der Grenze zu Tschechien. Einige wenige Schritte brachten uns über die Grenze und wir querten die Kalte Moldau, welche hier noch ein anmutiges Bächlein ist. Wir gingen Richtung Norden, entlang der Grenze zu Deutschland durch eine abwechslungsreiche Landschaft und durchquerten einige Wüstungen. Dabei handelt es sich um aufgelassene Siedlungen, welche in der Zeit des Eisernen Vorhangs dem Erdboden gleich gemacht wurden. Die Grenze war den damaligen Machthabern wohl zu nahe ... Die alte Kulturlandschaft kann man an Hand von Relikten wie Obstaumwiesen, Alleen und Bildstöcken gut erkennen. Ein einziges Gebäude hat die Zeit überstanden - eine ehemalige Polizeistation. Aber auch die verfällt zusehends. Von Böhmisch Röhren, einer Siedlung am Goldenen Steig, gelangten wir bald zur Tusset-Kapelle. Dieser stille Ort lädt zur Andacht ein. Berga...

Hochzeitstag

Hochzeitstag

Rohr im Gebirge - Sagenumwobener Tümpfelweg

Rohr im Gebirge - Sagenumwobener Tümpfelweg Gestern nutzte ich den herrlichen Tag und erkundete den Sagenumwobenen Tümpfelweg in Rohr am Gebirge. Die Runde beginnt beim Hotel Kaiser Franz Josef bildet einen Kreis in nordöstlicher Richtung und wird gegen den Uhrzeigersinn gegangen. Am Weg befinden sich 14 Stationen, wo kurze Sagen erzählt und zum Teil auch dargestellt werden. Als Beispiel die Sage vom Grünhütel beim Punkt Nummer 9: Ein Schwarzauer Bauer trieb einmal ein Paar Ochsen von der Alm auf dem nahen Unterberg nach Hause. Er hatte es recht eilig, denn es war schon spät am Nachmittag, und er wollte vor dem Dunkelwerden noch nach Schwarzau hinunter kommen. Als er seine Ochsen durch das Gatter des Bauernhofes im Gries trieb, ließ er das Tor offen, um ja keine Zeit zu verlieren und schnell weiterzukommen. Da stand ein kleines Grünhütel neben dem Weg. Ein kleines Waldmännlein vom Unterberg nennt man so, weil es ständig einen breitrandigen, spitzen Hut trägt, der genauso grün ist, wie...