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Sightseeing in Wien

Sightseeing in Wien
In und um Wien gibt es eine Menge zu bestaunen. Etwas abseits von den üblichen Touristenpfaden sind zwei besondere Kleinode: Die Otto-Wagner-Villa (Fuchs-Villa) und die Kartause Mauerbach.
Beginnen wir mit der Otto-Wagner-Villa. Diese 1888 nach den Plänen von Otto Wagner fertiggestellte Villa in der Hüttelbergstraße befindet sich heute im Besitz der Ernst-Fuchs-Privatstiftung und wird als Ernst Fuchs Museum genutzt.
Ursprünglich errichtete Otto Wagner die Villa für sich und seine Familie, verkaufte diese Villa aber 1911 und errichtete gleich daneben eine kleinere Villa für sich und seine Familie.
Baldur von Schirach "arisierte" 1938 die erste Wagner-Villa und sie wurde als Büro der Hitlerjugend verwendet.
Nach dem Krieg wurde 1963 von Spekulanten die Villa vom Abriss bedroht.
1972 kaufte Ernst Fuchs die Villa und richtete sein Atelier ein. Seit 1988 ist hier das Privatmuseum Ernst Fuchs untergebracht.
Aus der Entstehungszeit bemerkenswert sind das römische Bad von Kolomann Moser und die Tiffany-Verglasung von Adolf Böhm im nördlichen Trakt.
Ernst Fuchs hat die Villa natürlich auch behübscht, wie zum Beispiel die weibliche Statue am oberen Ende der Freitreppe zeigt. Zwischen 1992 und 1996 entstand zwischen der ersten und zweiten Wagner-Villa eine Brunnenanlage, den Mosesbrunnen mit einem sehr bunten Brunnenhaus in Tiffany-Technik.
Man muss die Werke von Ernst Fuchs nicht mögen, aber die Villa ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Unser nächstes Ziel war die Kartause in Mauerbach. Diese wurde im Jahr 1342 von Kartäusern aus Prag besiedelt und wurde im Laufe ihrer Geschichte wiederholt geplündert und zerstört. Im 17. Jahrhundert bekam die Kartause ihr heutiges Aussehen, wurde dann aber 1782 von Kaiser Joseph II. aufgehoben.
Bis 1962 wurde die gewaltige Anlage als Versorgungshaus, als Zivilistenhospital und später als Quartier für Obdachlose genutzt.
Seit 1962 ist die Republik Österreich Besitzer der Kartause und sie renovierte die Anlage zwischen 1968 und 1971. Ab 1984 begann die Sanierung durch das Bundesdenkmalamt, das dort auch seine Restaurierwerkstätten betreibt.
Bemerkenswert ist schon einmal die Größe der Anlage. Alleine der Kreuzgang hat eine Gesamtlänge von knapp 500m! Eindrucksvoll auch die Kaisersäle, welche sich in schön restauriertem Zustand präsentieren und Ausstellungen zum Thema Denkmalpflege und alte Handwerkskunst des Bundesdenkmalamtes beherbergen.
Ganz besonders ist die barocke Klosterkirche, welche einen Kreuzganglettner aufweist. Das Kirchenschiff wird von diesem in der Mitte in einem Betchor für die Mönche und einem für Laienbrüder unterteilt.
Ganz toll ist die Deckengestaltung mit Grisaillenmalereien und Stuckarbeiten aus der Zeit nach der zweiten Türkenbelagerung.
Ein Besuch in der Kartause lohnt sich schon einmal wegen der großartigen ehemaligen Klosteranlage, aber auch die Ausstellungen des Bundesdenkmalamtes sind absolut sehenswert!
https://photos.app.goo.gl/E8p9KKjwQpQqJND9A

Kommentare

  1. Gegenüber der Otto Wagner Villa hatte ich Anfang der 60er Jahre gewohnt und die leer stehende Villa war damals unser Spielplatz. Auf der Auffahrtsrampe und den Schotterstrassen ringsherum habe ich als 13-jähriger Motorrad fahren gelernt.

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